Eine Irakerin passiert im südlichen Teil Bagdads einen Stryker Radschützenpanzer der US-Armee. (c) Simon Klingert

KONTRASTE

Schönheit inmitten der Zerstörung. Tödliche Überraschungen da, wo es sicher scheint. Blutige Selbstmordanschläge und im Nachbarviertel geht das Leben einfach weiter. Jubelschreie, während Granaten auf den Feind krachen. Lachen, wenn die Kugeln fliegen. Der Krieg bringt den Tod und ist doch voller Leben.

SOLDATEN

Der moderne Infanterist hat wenig mit dem Legionär der Antike gemein. Dabei hat sich das Wesen des Kriegshandwerks nicht geändert. Denn es braucht einen, der den Gang ins Ungewisse wagt. Der gewillt ist, sich dem Feind zu stellen. Der den Staub und den Dreck und die Angst erträgt. Für die Kameraden; nur das zählt.

Ein afghanischer Polizist posiert mit seinem AMD-65 Sturmgewehr vor der Distriktverwaltung Panjwayi in der Provinz Kandahar.

SOLDATEN

Der moderne Infanterist hat wenig mit dem Legionär der Antike gemein. Dabei hat sich das Wesen des Kriegshandwerks nicht geändert. Denn es braucht einen, der den Gang ins Ungewisse wagt. Der gewillt ist, sich dem Feind zu stellen. Der den Staub und den Dreck und die Angst erträgt. Für die Kameraden; nur das zählt.

US-Soldaten durchkämmen ein Weizenfeld in Maywand, Provinz Kandahar, Afghanistan. (c) Simon Klingert
US-Soldaten durchkämmen ein Weizenfeld in Maywand, Provinz Kandahar, Afghanistan. (c) Simon Klingert

KAMPF

Wenig hat sich geändert, seit der Mensch die Waffen auf seinesgleichen richtet. Der Körper schaltet in den Überlebensmodus. Ein neuronales Feuerwerk lässt tief verankerte Urinstinkte erwachen; eine reißende Flut aus Adrenalin und Emotion schärft die Sinne. Der Kampf auf Leben und Tod ist die existentiellste aller Erfahrungen.

BLUT

„Unerspäht den Göttern bleibt nimmermehr, wer Blut vergoß, und der Erinnyen schwarze Schar raubt dem, der glücklich ohne Recht, in rückgewandtem Schicksalsgang des Glückes Glanz“

– Aischylos, Orestie

Ein verwundeter afghanischer Soldat erhält nach der Einlieferung in die Notaufnahme eines US-Lazaretts in Ost-Afghanistan medizinische Versorgung. (c) Simon Klingert

BLUT

„Unerspäht den Göttern bleibt nimmermehr, wer Blut vergoß, und der Erinnyen schwarze Schar raubt dem, der glücklich ohne Recht, in rückgewandtem Schicksalsgang des Glückes Glanz“

– Aischylos, Orestie

Soldaten des 2. Kavallerieregiments der US-Armee versammeln sich auf dem Combat Outpost 828 in Bagdad. (c) Simon Klingert
Soldaten des 2. Kavallerieregiments der US-Armee versammeln sich auf dem Combat Outpost 828 in Bagdad. (c) Simon Klingert

KAMERAD­SCHAFT

Je näher man der Front kommt, desto weniger zählt die Fahne, hinter der man sich sammelt. Da, wo es ungemütlich wird, entsteht Kameradschaft. Sie geht über das Unverbindliche einer Freundschaft und den Wankelmut der Liebe hinaus. Das Band, das beim Gang durchs Feuer geschmiedet wird, sucht seinesgleichen.

LUFTKRIEG

Ein Jahrhundert ist es her, dass Legenden wie von Richthofen oder Boelcke ihre ersten Luftsiege errangen. Wer die Mittel hat, kann heute per Fernsteuerung und Drohne einen Menschen töten, der sich auf der anderen Seite der Erdkugel befindet. Vom Mut der ersten Fliegerasse zum Zweikampf ist nicht viel geblieben.

C-130 Transportflugzeuge auf dem Flugfeld Kandahar Airfield, Afghanistan. (c) Simon Klingert

LUFTKRIEG

Ein Jahrhundert ist es her, dass Legenden wie von Richthofen oder Boelcke ihre ersten Luftsiege errangen. Wer die Mittel hat, kann heute per Fernsteuerung und Drohne einen Menschen töten, der sich auf der anderen Seite der Erdkugel befindet. Vom Mut der ersten Fliegerasse zum Zweikampf ist nicht viel geblieben.

Die Versorgung von diesem Außenposten der afghanischen Armee in Naw Zad gestaltet sich schwierig. (c) Simon Klingert
Die Versorgung von diesem Außenposten der afghanischen Armee in Naw Zad gestaltet sich schwierig. (c) Simon Klingert

AUSSEN­POSTEN

Die Kriege unserer Zeit entziehen sich häufig einer klaren Form. Der Gegner gleicht einem Phantom, das nach Belieben in der Bevölkerung untertaucht. Echte Frontlinien und Gräben, in denen sich der Feind verschanzt, sind selten geworden. Stattdessen errichtet man Außenposten: kleine Inseln mitten im Feindesland.

HEIMKEHR

Unverändert ist noch niemand aus der Schlacht zurückgekehrt, auch die Sieger nicht. Für den Heimkehrer teilt sich die Welt. Auf der einen Seite sind jene, die dabei waren. Und dann gibt es die anderen, die daheimgeblieben sind, als es ums Ganze ging. Für viele ist es ein langer Weg, bis man wieder nach Hause findet.

Gemeinsames Gedenken für die Gefallenen. (c) Simon Klingert

HEIMKEHR

Unverändert ist noch niemand aus der Schlacht zurückgekehrt, auch die Sieger nicht. Für den Heimkehrer teilt sich die Welt. Auf der einen Seite sind jene, die dabei waren. Und dann gibt es die anderen, die daheimgeblieben sind, als es ums Ganze ging. Für viele ist es ein langer Weg, bis man wieder nach Hause findet.